„Freche Mädchen küssen besser“ (Lesbian Romance) – Kapitel 14

Hallo,

schön, dass du wieder vorbeischaust. Heute gibt es die Fortsetzung ein wenig später am Tage, weil ich gestern nicht mehr dazu gekommen bin, den Beitrag zu planen und ich heute mit Kopfschmerzen im Bett lag. freche-madchen

In der letzten Folge hat Dany Sam endlich ihre Liebe gestanden. Doch wie geht es jetzt mit den beiden weiter? Werden sie offen zu ihren Gefühlen stehen? Das erfahrt ihr im heutigen Kapitel.

Im Laufe des Tages wird das 14. Kapitel auch bei SweekWattpad und  FanFiktion.de hochgeladen werden. Zur Übersicht über alle Folgen kommst du hier.

Jetzt aber viel Spaß mit dem 14. Kapitel.

14. Eine neue Situation

Ganz zärtlich knabbere ich an ihr, bis sie den Mund leicht öffnet und meine Zunge hineingleitet. Wir küssen uns erst etwas schüchtern, doch dann immer leidenschaftlicher und fordernder. Es fühlt sich an, als würden unsere Körper miteinander verschmelzen, als wir uns fest in den Armen verschlungen halten. Ich möchte, dass sich unsere Herzen miteinander verweben, dass sie eins werden. Als Sam sich von mir löst, keucht sie laut auf. Dann verzieht sie die Lippen zu einem Lächeln. „Wow, du küsst, als würdest du das öfters machen.“

„Tatsächlich habe ich das aber noch gar nicht oft getan“, gebe ich zu und erröte. „Aber danke für das Kompliment.“

„Dann bist du wohl ein Naturtalent.“ Sie leckt sich über die Lippen. Dann mustert sie mich nachdenklich. „Du meinst es wirklich ernst, oder?“

Ich nicke. „Aber natürlich, Sam. Jetzt haben wir uns schon zwei Mal geküsst und du glaubst mir immer noch nicht?“

„Doch“, sie nickt. „Ich glaube dir. Aber wie wird unsere Beziehung aussehen? Was sagen wir den anderen? Und wie bringst du die Sache deinen Eltern bei? Oder willst du es ihnen gar nicht sagen?“

„Ich sage es ihnen auf jeden Fall“, sage ich. „Und ich weiß nicht, wie sie darauf reagieren werden. Bisher haben wir noch nie über das Thema gesprochen. Könnte schon sein, dass ich da Gegenwind zu erwarten habe. Aber das ist es mir wert.“

„Ich will einfach nicht wieder verlassen werden, nur weil die Eltern anderer Meinung sind.“

„Mein Vater ist eigentlich sehr tolerant und was meine Stiefmutter sagt, interessiert mich nicht. Die kann mich mal.“

„Du scheinst ja kein gutes Verhältnis zu deiner Stiefmutter zu haben.“

„Stimmt“, sage ich. „Das ist nicht schwer zu erraten. Allerdings muss ich ihr jetzt doch ein bisschen dankbar sein. Wenn sie nicht gewesen wäre, wäre ich nicht hierher gekommen.“

„Und dann hätten wir uns niemals kennengelernt“, nickt Sam und nimmt meine Hände. Sie küsst sanft meine Finger und sieht mir tief in die Augen. „Ich bin froh, dass du hier bist, Dany.“

„Ich auch, Sam. Auch wenn ich das vor kurzem noch nicht zu träumen gewagt hätte.“

„Also … dann sind wir jetzt zusammen?“

„Ja, ich denke schon, oder? Was meinst du?“

„Ich bin ganz klar dafür“, grinst Sam und zwinkert mir zu.

Mein Herz macht einen Sprung und mir wird ganz warm. Ich kann nicht anders, als meine Arme um sie zu schlingen und sie an mich zu drücken. „Endlich“, hauche ich.

In diesem Moment springt die Zimmertür auf und Lis und May kommen herein. Als sie uns so eng verschlungen auf dem Bett sitzen sehen, klatschen sie in die Hände.

„Oh mein Gott“, ruft May. „Es hat geklappt!“

„Seid ihr jetzt ein Paar?“, will Lis wissen und setzt sich auf ihr Bett.

Ich nicke überglücklich. „Ja, wir sind jetzt fest zusammen. Nicht wahr, Sam?“ Ich weiß es, aber will es auch noch einmal von ihr hören. Ich kann es immer noch nicht fassen und habe Angst, dass irgendjemand in meine Seifenblase pieksen und sie zum Platzen bringen könnte.

„Aber absolut“, sagt Sam. „Und ihr seid die ersten, die es offiziell erfahren.“

„Welche Ehre“, lacht Lis und dann reckt sie die Daumen in die Höhe. „Glückwunsch. Ich freue mich für euch.“

„Und ich mich erst“, sagt May. „Ihr passt so gut zusammen. Alles, alles Gute für euch!“

„Wie wollt ihr denn jetzt damit umgehen?“, fragt Lis. „Ich meine, steht ihr öffentlich dazu oder ist das erst mal unser großes Geheimnis?“

„Was meinst du?“ Sam sieht mich fragend an.

„Von mir aus kann es die ganze Welt erfahren“, sage ich freudestrahlend. „Ich bin gerade so glücklich, wie noch nie in meinem ganzen Leben.“

„Aber dir ist schon bewusst, dass du dich damit auch angreifbar machst? Ich weiß nicht, was noch von Sven kommen wird und mit Claudia und ihren Zicken wirst du dich auch auseinandersetzen müssen“, warnt mich Sam.

Das gibt mir zu denken. Ich möchte natürlich nicht noch mehr gemobbt werden, was ich bisher erfahren habe, hat mir völlig gereicht. Und es stimmt, was Sam sagt. Nicht alle im Internat werden uns wohlwollend begegnen. Aber auf der anderen Seite wollte ich auch ehrlich sein. Den anderen und vor allem auch mir selbst gegenüber. Und gemeinsam werden wir das doch durchstehen, oder nicht? Ich streiche Sam mit der Hand über die Wange. „Was ist dein Vorschlag, Liebste?“

„Wir halten es nicht geheim, aber hängen es auch nicht an die große Glocke. Wenn es jemand mitbekommt, dann ist das eben so. Aber wir müssen ja nicht gerade im Klassenzimmer herumknutschen, damit alle sofort darauf aufmerksam werden.“

„Das finde ich gut“, sagt Lis. „Die Situation ist ja auch noch neu für euch. Bisher wart ihr nur gute Freundinnen und jetzt seid ihr ein Paar.“

„So ist es“, bestätigt May. „Wobei ich glaube, dass es sich sowieso wie ein Lauffeuer verbreiten wird, wenn jemand davon Wind bekommt. Dann seid ihr die Attraktion des Internats.“ Sie rollt mit den Augen und verzieht das Gesicht. „Tut mir echt leid für euch. Ich wünschte, die anderen würden ein lesbisches Paar genauso normal behandeln wie ein heterosexuelles.“

„Daran müssen wir uns wohl gewöhnen“, sage ich und sehe zu Sam.

Sie nickt mir zu. „Ich hoffe, unsere Liebe hält das durch“, sagt sie leise.

Ich lege meine Arme um ihren Hals und drücke sie an mich. „Natürlich wird sie das. Ich stehe zu dir, das weißt du doch.“

Sie presst ihre Lippen auf meinen Mund. Ihr Kuss fühlt sich weich und warm an. Ich schmelze dahin wie Schokolade in der Sonne und wünsche mir nichts sehnlicher, als dass ich Sam für immer so küssen kann wie heute. Ich bin das glücklichste Mädchen auf dem Planeten und in Sams Berührung liegt so viel Zärtlichkeit, dass mir das Herz beinahe aus der Brust springen möchte. Ich betaste mit den Händen ihren Nacken, kraule sie sanft. Sie schnurrt wie ein Kätzchen und ihre Zunge umspielt die meinige.

Ein Räuspern ertönt. „Leute, müsst ihr unbedingt vor uns rumschmusen?“ Lis stemmt die Hände in die Hüften. „Ich freue mich ja für euch, aber wenn ich euch so knutschen sehe, werde ich fast ein bisschen neidisch.“

„Tut mir Leid.“ Ich löse mich von Sam, die mich nicht sofort loslässt und mit ihren Lippen meine Wange liebkost. Ich schiebe sie vorsichtig von mir. „Später“, hauche ich.

Sam macht ein gespielt beleidigtes Gesicht. Dann wendet sie sich an May und Lis. „Habt ihr Lust, ein Eis essen zu gehen?“

„Bei der Hitze keine schlechte Idee.“ Lis reckt den Daumen in die Höhe. Auch May ist begeistert von der Idee und so schnappen wir uns unsere Taschen und ziehen los in Richtung Dorf.

Die Eisdiele ist rappelvoll als wir ankommen. Mit einer gehörigen Portion Glück steht eine Familie gerade auf und verlässt das Lokal, weshalb wir uns sofort deren Tisch schnappen. Es ist sogar ein Fensterplatz. Ich sitze selbstverständlich neben Sam. Sie greift unter dem Tisch nach meiner Hand und drückt sie leicht. Ich sehe zu ihr und wir wechseln ein kurzes Grinsen.

„Wisst ihr was?“, sagt Sam. „Zur Feier des Tages lade ich euch alle ein. Also sucht euch was Feines aus.“

„Das ist aber lieb von dir Sam“, sagt May und Lis nickt ihr dankend zu.

„Ich kann mich aber auch daran beteiligen“, sage ich zu Sam. „Schließlich habe ich auch etwas zu Feiern.“

„Aber du bekommst längst nicht so viel Taschengeld wie ich“, antwortet Sam grinsend und zwinkert mir zu.

„Da hast du wohl recht“, gebe ich klein bei. „Aber nächstes Mal lade ich dich ein.“

„Das ist ein Deal!“ Sam zwinkert erneut und ich merke, wie ich rot werde.

Schnell versenke ich meinen Blick in der Eiskarte und konzentriere mich auf die vielen köstlichen Becher, die dort abgebildet sind. Eine Doppelseite ist mit Joghurtbechern bedruckt, die nächste mit verschiendenen Spaghettieissorten. Ich entscheide mich schließlich für einen Erdbeerbecher und Sam nimmt den After-Eight-Becher.

„Pfefferminze? Ernsthaft?“, frage ich und verziehe das Gesicht. Das trank ich höchstens als Tee, wenn ich krank war oder nahm es in Form von Kaugummi in den Mund. Aber als Eis wollte ich das nicht haben.

„Ja, ist doch lecker“, sagt Sam. „Und ich will mal was anderes als immer Bananensplit.“

„Oh, oh, ich sehe schon erste Differenzen zwischen euch.“ May lacht laut auf und Lis stimmt mit ein.

„Na, solange es nur Eisbecher sind, geht es ja noch“, sage ich und lege meine Hand unter dem Tisch auf Sams Knie.

„Ja, wehe du lässt deine Socken überall herumliegen.“ Sam kichert und ich hebe die Hände.

„Keine Angst, ich bin ein sehr ordentlicher Mensch.“

„Na, wenigstens einer von uns“, gackert Sam. „Ich bin zuhause eine kleine Chaosqueen.“

„Ach wirklich? Das hätte ich gar nicht von dir gedacht“, sage ich und muss lachen.

In diesem Moment kommt eine Kellnerin und fragt uns nach unseren Bestellungen. Nachdem Lis und May ihr Eis bestellt haben, sagt Sam: „Für meine Freundin hier einen Erdbeerbecher und für mich den After-Eight-Becher, bitte.“

Ich boxe ihr mit dem Ellenbogen in die Seite. „Wir wollten es doch nicht an die große Glocke hängen“, zische ich, als die Kellnerin mit einem vielwissenden Lächeln verschwindet.

„Tut mir leid, aber ich musste es einfach herauslassen. Ich wäre sonst geplatzt und das hätte eine ganz schöne Sauerei gegeben“, sagt Sam und wir brechen alle vier in schallendes Gelächter aus.

 

„Schau mal einer an. Unser Lesbenpärchen glücklich vereint mit seinen Freunden.“

„Sven!“, stoße ich hervor.

Er steht vor uns und betrachtet uns grinsend. „Dann ist es also wahr, was ich vermutet habe? Ihr seid wirklich zusammen?“

 

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